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Alles rund um die Lederpflege für den Westernsattel

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Auf die richtige Lederpflege kommt es an

 
Durch die korrekte Lederpflege haben wir länger Freude an unserem Westernsattel, Lederriemen und Trense. Gute Pflegeprodukte enthalten z.B. Bienenwachs oder Glycerin. Beim Westernreiten, wie auch bei jedem anderen Reitstil sind die meisten Zubehörteile aus Leder, vor allem natürlich die wichtigsten Dinge wie Westernsattel, Kopfstück und Lederzügel. Hinzu kommen eventuell Vorderzeug, Schweif Riemen, Sattelgurte, Lederhalfter, Leder Gamaschen, Leder Streifkappen, Satteltaschen. All diese Produkte aus hochwertigem Leder sind kostenintensiv und wir möchten dementsprechend so lange wie möglich etwas von ihnen haben. Und eine guter Pferdesattel hält bei korrekter Sattelpflege und sorgsamer Lederkonservierung gut und gerne zwanzig, dreißig und noch mehr Jahre.
Außer, dass wir lange Freude an den guten Stücken aus Leder haben möchten und unsere Investition schützen möchten, gibt es auch einen weiteren wichtigen Faktor – und das ist die Sicherheit. Ungepflegtes Leder wird brüchig, spröde rissig und es kann zu sehr ernsten Unfällen kommen. Denken Sie nur an gerissenen Zügel, Kopfstücke oder Bauchgurte.
Die korrekte und gewissenhafte Lederpflege ist also ganz unumstritten wichtig, aber wie sieht sie denn eigentlich aus? Welche Produkte brauche ich für die richtige Sattelpflege? Wads ist besser – Lederöl oder Lederfett? Brauche ich wirklich spezielle Sattelseife? Wie oft muss ich alles putzen? Kann ich auch einfach mal nur schnell drüber fetten? Was tun bei Schimmelbefall?
Diese und noch viele weitere Fragen möchten wir in diesem Beitrag beantworten, wobei wir uns im Wesentlichen auf die Sattelpflege beschränken, denn die meisten Punkte gelten dann auch für andere Zubehörteile.
 

 

Wie oft sollte man den Pferdesattel und andere Zubehörteile eigentlich putzen?

Wenn wir wirklich ehrlich sind, dann pflegen wir das Lederzeug wahrscheinlich nicht besonders oft. Eventuell putzen wir ab und zu den Sattel, aber wie sieht´s mit Kappzaum, Longier Gurt, Sattelgurt, Stallhalfter und Co. aus?
Fakt ist, dass Lederequipment unbedingt sofort gesäubert werden sollte, wenn es durch einen Ausritt im Schlamm, durch einen nassen Reitplatz, oder ähnlicher direkt verschmutzt wurde. Das sollte einen unbedingt einzuhaltende Regel sein. Also bitte keinen verschmutzen und feuchten Westernsattel lieblos in die Sattelkammer verfrachten. Tut man dies, ist der Schimmelbefall vorprogrammiert.
Zu diesem Zwecke rate ich dazu, ein sauberes Tuch in der Sattelkammer griffbereit zu haben und zumindest den deutlich sichtbaren Schmutz sofort zu entfernen.
Die gilt selbstverständlich auch für den Sattelgurt, der ja sowieso das meiste an Schlamm und Sandspritzern abbekommt.
Das Kopfstück sollte die gleiche Pflege erhalten und die Trense natürlich mit Wasser abgespült werden.
Einmal pro Woche sollte man dann das Sattelzeug und andere Teile aus Leder mit einem guten Pflegeprodukt reinigen und dann unbedingt einfetten. Man sollte um Himmels willen wirklich davon absehen, mit Lederöl oder Lederfett über ungeputztes Leder zu schmieren – das kann wirklich nichts Gutes bringen. Die Poren verstopfen und das Leder kann nicht atmen, es bildet sich eine fettige Dreckschicht, die das Leder praktisch unzugänglich für die pflegenden Substanzen der entsprechenden Pflegeprodukte macht. Zudem wirkt das Wischen über Schmutz- und Dreckpartikel wie Schmirgelpapier auf das gute Leder und ruiniert es auf Dauer. Man kann also diese Art der „Pflege“ lieber gleich sein lassen.
Natürlich hängt die Frequenz der Reinigung auch von der Nutzung des Sattels, den Wetterbedingungen und anderen Faktoren ab. Wer dreimal die Woche in der Halle reitet, muss den Pferdesattel wahrscheinlich nur einmal im Monat richtig reinigen und einfetten. Wer jedoch bei Wind und Wetter täglich draußen unterwegs ist, dessen Sattel leidet mehr und entsprechenden Pflegeprodukte sollten entsprechend öfter verwendet werden.
 

Warum ist die richtige Sattelpflege so wichtig?

Wie bereits angesprochen kommen verschiedenen Aspekte ins Spiel. Zum einen hält gepflegtes Leder länger, d.h. Sie müssen kein teures Geld für einen neuen Sattelausgeben oder diesen kostspielig reparieren lassen. Zudem kann es auch vorkommen, dass Sie einen Sattel verkaufen möchten, weil er nicht mehr richtig aufs Pferd passt, weil Sie eventuell das Pferd gewechselt haben oder die Sitzgröße für Sie nicht mehr die richtige ist. Auch Geschmäcker können sich ändern und Sie wünschen sich vielleicht an anderes Modell. Wie dem auch sei, beim Verkauf vom Westernsattel gilt logischerweise, dass ein top gepflegter Sattel schneller und zu einem höheren Preis verkauft werden kann, als ein Westernsattel, der noch nie ein Stück Sattelseife und ein  bisschen Lederfett gesehen hat.
Insbesondere Sattel und Trense kommen dauernd mit Pferdeschweiß in Berührung, und dieser ist durch die darin enthaltenen Salze aggressiv und greift das Leder an. Zum einen schützt natürlich die Satteldecke das Leder des Sattels bis zu einem gewissen Grad. Ist diese jedoch durchnässt, kommt der Schweiß auch ans Leder. Bitte auch nicht das regelmäßige Waschen der Sattelunterlage mit einem entsprechenden Waschmittel vergessen.
 

Welches Pflegemittel sollte am besten für den Sattel benutzt werden?

Als erstes ist wichtig, dass man sich ansieht, welches Leder man eigentlich reinigen möchte. Denn bei den meisten Sätteln gibt es verschiedenes Leder. Was für Glattleder gut ist, muss noch lange nicht optimal zur Pflege von Wildleder sein. Kunstleder braucht eine völlig andere Pflege und darauf ausgerichtete Pflegeprodukte. Es ist auch immer eine gute Idee, auf die Empfehlungen des Herstellers zu achten.
 

Sattelseife für die Reinigung

Zur Reinigung von Westernsattel und Trense, empfiehlt sich die gute alte Sattelseife. Früher war das ein Stück Glycerin haltige Sattelseife, die in der Handhabung etwas unbequem war. Heutzutage gibt es hervorragende flüssige Sattelseife, die für alle Glattleder geeignet ist. Durch den praktischen Sprühkopf ist die Anwendung sehr einfach. Diese Produkte reinigen und konservieren gleichzeitig.
Wichtig ist darauf zu achten, dass der Schwamm oder das Tuch mit dem die Seife aufgetragen und verteilt wird so sauber wie möglich ist. Also unbedingt öfter ausspülen. Denn ansonsten wirken die Schmutzpartikel wie Schmirgelpapier und schädigen und verkratzen das Leder.
 

Lederöl

Manche Sattler stehen Lederöl mit Vorbehalten gegenüber, da zu viel Fett das Leder aufquellen lassen kann. Gut dosiert kann es allerdings ruhig benutzt werden, insbesondere bei sehr ausgetrocknetem Leder, oder wenn man eben mal schnell drüber wischen möchte. Es sollte allerdings sparsam benutz werden.
 

Lederfett

Lederfett hat eine ähnliche Wirkung wie das Lederöl und kann alternativ benutzt werden. Hier besteht weniger Gefahr der Überdosierung. Reiben Sie das Leder mit dem Lederfett ein, lassen Sie dieses einwirken und wischen Sie anschließend die Reste mit einem trockenen Tuch ab.
 

Spezielle Produkte zur Lederpflege

Ein sehr gutes Produkt ist auch ein UV-Schutz für Leder, denn das Leder wird von den UV-Strahlen der Sonne angegriffen und spröde gemacht, ganz abgesehen davon, dass die Lederfarben verblassen. Also vor allem im Sommer des Öfteren ein entsprechendes Produkt auf Sattel und Trense auftragen – das Leder wird es Ihnen danken. Ebenso gibt es spezielle Produkte, die dem Sattelzeug vor einem Turnier oder einem wichtigen Anlass, oder einfach, weil wir gerne schick unterwegs sind, einen schönen Glanz und die Lederfarbe schön hervorbringen verleihen.

Auch Leder Conditioner sind eine praktische Sache, die wirklich heruntergekommenes, vernachlässigtes, ausgetrocknetes Leder nicht nur wiederherstellen, sondern wieder in einen nutzbaren Zustand bringen können.
 

Fazit zur Sattelpflege

Korrekte Sattelpflege ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Zum einen zum Erhalt des Sattelzeuges, zum anderen aber auch für unsere Sicherheit und das Wohlbefinden des Pferdes. Denn hartes Leder scheuert, sitzt schlecht und beeinträchtigt sowohl Pferd als auch Reiter negativ. Es gibt heutzutage eine umfangreiche Palette an hochwertigen Pflegeprodukten, die uns das Leben leichter machen. Tun Sie sich, Ihrem Pferd und Ihrem Geldbeutel einen Gefallen und pflegen Sie Westernsattel und Zubehör gewissenhaft!